Die Presse

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Sportschipper Juni 2010:
Vereinen drohen massive Einschränkungen
Naturschutz: Dreigeteilte Befahrensbestimmungen an der Hamme

Auch unter Motorbootfahrern finden sich viele Naturliebhaber. Diese sind enttäuscht. Denn nun ist es amtlich: Die freie Fahrt mit Motorbooten auf der Hamme wird eingeschränkt bzw. ganz untersagt. Eigentlich sollte die neue Verordnung schon in diesem Jahr in Kraft treten. Für einige Details der Verordnung gibt es aber noch Klärungsbedarf. Johannes Kleine-Büning vom Planungsamt des Landkreises Osterholz sagt voraus: „ Im nächsten Jahr wird der Fluss für alle ,auswärtigen Motorboote' ab Tietjens Hütte in Richtung Teufelsmoor gesperrt."

(FOTO)Hier, bei Tietjens Hütte, wird künftig für viele Motorbootfahrer Endstation sein.
(FOTO)Geruhsame Bootsfahrten wie auf diesem Abschnitt der Hamme werden künftig nur begrenzt möglich sein. (Fotos: Deutsch)

Bereits seit 1995 treibt der Landkreis Osterholz ein ambitioniertes Naturschutzprojekt voran. Auf einer fast 30 Quadratkilometer großen Fläche wurde die untere Hammeniederungzwischen OsterholzScharmbeck, Worpswede und Ritterhude renaturiert. Dafür wurden rund 17 Millionen Euro aufgewendet. Der nächste Schritt ist die Unterstellung des gesamten Gebietes unter Naturschutz, vollzogen in spätestens zwei Jahren.
Nach Aussagen der Naturschutzbehörden des Landkreises ist auf Grund der Gesetzeslage der Wassersport in einem Naturschutzgebiet grundsätzlich nur eingeschränkt zu ermöglichen. Und weiter: „Eigentlich gar nicht zulässig ist das Befahren der schiffbaren Gewässer in diesem Gebiet mit motorgetriebenen Wasserfahrzeugen." Es ist klar, dass eine derartig radikale Umsetzung des Naturschutzgesetzes eine unzumutbare Härte und möglicherweise gar das Ende für die an der Hamme ansässigen Wassersportvereine bedeuten würde. Der Landkreis Osterholz suchte nach einem Kompromiss , der allerdings der Zustimmung des Bundesumweltministeriums bedurfte.
Der gefundene Kompromiss besteht im wesentlichen in der Einteilung der Hamme in drei Abschnitte. Von der Ritterhuder Schleuse bis Tietjens Hütte darf sie auch zukünftig von Kanuten, Seglern und Motorbootfahrern befahren werden, und zwar nicht nur von denen, deren Vereine an der Hamme ansässig sind. Begründet wird dies mit der Erreichbarkeit des Hafens von Osterholz-Scharmbeck.
Der zweite Flussabschnitt zwischen Tietjens Hütte und Neu Helgoland wird ab 2011 für diejenigen Motorboote gesperrt, die nicht als Hamme-Lieger registriert sind. Nicht betroffen von dem Fahrverbot: das Fahrgastschiff „Alma" (früher „Sansibar") auf der Strecke zwischen Vegesack und Worpswede und die bekannten Torfkähne aus Bremen. Auf die Vereine an der Hamme kommen erhebliche Einschränkungen zu. Die Zahl ihrer motorgetriebenen Wasserfahrzeuge wird auf dem aktuellen Stand festgeschrieben. Der Segelclub Hamme darf 120, der Wassersportverein Ritterhude 60, der Eisenbahnersportverein 40, der Verein Ritterhuder Uhlen 45 und die Wassersportgemeinschaft Worpswede höchstens 30 Motorboote ins Wasser bringen. Das gilt auch nur für Boote bis zur Länge von zehn Metern. Das Befahren mit Booten über zehn Meter ist verboten.
Der dritte Hamme-Abschnitt bezeichnet die Strecke zwischen Neu Helgoland und Teufelsmoorstrasse. Zum Befahren dieser Strecke bedarf es künftig einer ausdrücklichen Erlaubnis zum Festmachen an den Anlegern der Campingplätze Teufelsmoor und Viehspecken. Abgerundet wird das Ganze durch ein Nachtfahrverbot oberhalb von Tietjens Hütte von 23 bis 6 Uhr. Grund dafür: Der nachtaktive Fischotter soll nicht verschreckt werden.
Durch das Naturschutzprojekt soll langfristig ein Feuchtgebiet mit zahlreichen gefährdeten Pflanzen- und Tierarten gesichert werden. Die Behörden stufen den jetzt bekannt gegebenen Kompromiss als „vertretbar" ein und verweisen auf den Bundesgesetzgeber, der nun einmal verlange, zumindest den individuellen Motorbootverkehr deutlich einzuschränken.

Der Sportschipper sprach mit Claus Beese, Mitglied im Wassersportverein Luv. Beese ist vielen Lesern auch bekannt als Autor einer ganzen Reihe von humorvollen Büchern zum Thema „Wassersport". Er sagt: „Wieder ein Beispiel dafür, wie der Mensch aus einem Naturgebiet ausgeschlossen werden soll, das heißt, dringend benötigte Naherholungsgebiete werden dem, der sie nutzen möchte, versperrt."
Interessanterweise war Claus Beese 1998 bei einem Ideenwettbewerb für seine Idee „Reaktivierung des Hamme-Oste-Kanals für Wassersport und Tourismus" in der Lokalpresse ausgezeichnet worden. Die Jury vergab den Preis an seine Projektidee, weil sie in diesem Bereich eine deutliche Attraktivitätssteigerung der Region für möglich hielt, ohne dass die Umsetzung des Naturschutzprojekts in der Hammeniederung in Frage gestellt würde.
„Man muss ganz deutlich sagen, dass es sich bei den auf der Hamme fahrenden Booten ja nicht um Luxusyachten oder Rennboote handelt. Dafür ist das Gewässer überhaupt nicht geeignet. Es sind in den meisten Fällen relativ langsam fahrende Boote, mit denen Familien Flusswandern betreiben und dabei das Naturerlebnis genießen wollen", fährt Beese mit einem sorgenvollen Blick auf die Zukunft der Wassersportvereine und ihre Mitglieder in diesem Gebiet fort. (wd)


Weser Report vom 05.03.2008:



Sportschipper März 2008:



Die Norddeutsche vom 25.02.2008:



Weser Report vom 22.07.2007:
Wassersport zum Schmunzeln
Blumenthaler stellt sein drittes Buch vor "Voll voraus,Dodi!" / Anekdoten aus dem Leben

von Regina Drieling
Blumenthal. Nicht nur Skipper soll das neue Werk von Claus Beese zum Schmunzeln bringen. In seinem dritten Buch ,,Voll voraus, Dodi!” beschreibt der Autor lustige Begebenheiten auf dem Wasser. Claus Beese hat sich dem Wassersport verschrieben. Über das Angeln kam er zum Bootfahren auf der Weser. Und schon als Jugendlicher machte er das Fahrwasser der Unterweser mit Schlauchbooten und später einem leicht motorisierten hölzernen Ruderboot unsicher. Unter anderem diese Erfahrungen hat der Blumenthaler in sein drittes Buch ,,Voll voraus, Dodi!” einfließen lassen.
Die Lektüre soll nicht nur eingefleischte Skipper, sondern auch alle anderen zum Schmunzeln bringen. Denn der Urlaub mit Motorboot Dodi ist für Autor Claus Beese ,,eines der letzten großen Abenteuer”. Schließlich befuhr die Familie des Autors mit Dodi, einem 7,5 Meter langen Kajutboot, ausgestattet mit Vorder- und Achterkajüte und einem 84 PS-Diesel, die norddeutschen Gewässer zwischen Holland und der dänischen Ostsee.
Mit der Dodi erlebte Familie Beese derart viele amüsante Begebenheiten, dass der Freizeitskipper Claus beschloss, diese in Buchform aufzuschreiben.
,,Im Wassersport wimmelt es von herrlich verrückten Charakteren, Eigenbrödlern und Individualisten, die einem all die phantastischen Vorlagen für die Geschichten liefern!” weiß Autor Claus Beese und schreibt daher am liebsten über die heitere Seite seines Hobbys. Auch für den Nachwuchs stellten die Abenteuer von Dodi und ihrer Crew ein anschauliches Beispiel dar, wie man Wassersport zwar ernsthaft betreiben kann, aber seine überwiegend amüsanten Seiten genießen soIlte, erklärt der Blumenthaler. Der Buchautor freut sich schon auf die Zeit nach der sommerlichen Boots-Saison, denn dann beginnt für ihn die gemütliche Zeit im Wassersport, in der er auch gem in Vereinen Lesungen hält. Außerdem schreibt er derzeit schon an seinem neuen Buch.
Zurzeit sitzt der Skipper allerdings noch auf dem Trockenen, denn sein Boot ,,Dodi” verbrannte wie rund 40 andere Wasserfahrzeuge 2005 bei dem Großbrand einer Lagerhalle des Wassersportvereins LUV an der Lesum. Und Ersatz für Dodi wird derzeit noch gesucht.
Das Schmunzelbuch ,,Voll voraus, Dodi! - Neue Abenteuer von der Waterkant” von Claus Beese ist im Mohland Verlag, Goldebek in Schleswig-Holstein, erschienen und kostet 10 Euro. Näheres unter www.c!aus-beese.de


Der Blumenthaler Autor Claus Beese
mit seinem dritten Buch "Voll voraus, DODI!" - Foto: Drieling

Die Norddeutsche vom 09.09.2006:
Gelungene Taufe mit Korn und Spruch
Wassersportverein Luv feiert Richtfest der neuen Halle

Von unserer Mitarbeiterin Anke Mirsch
WASSERHORST. Beim Wassersportverein Luv geht's voran. Nachdem das alte Winterlager in einem verheerenden Brand im November 2005 bis auf das Fundament abgebrannt war, nimmt nun die neue Halle beständig Formen an. Das Gerüst der Stahlkonstruktion steht bereits. Wenn alles so weiterläuft wie geplant, dann sind laut Schätzung des ersten vorsitzenden Günter Renzelmann die Baumaßnahmen für die Halle in zwei Wochen abgeschlossen.
Die Fertigstellung der Stahlkonstruktion nahmen die Mitglieder vom Wassersportverein nun zum Anlass, um ein vereinsinternes Richtfest zu feiern. Und dass, obwohl dieses bei solch einer Halle eigentlich gar nicht Üblich sei, wie Renzelmann von den Bauarbeitern erfahren hatte. "Das wird nur bei einem Dachstuhlaus Holz gemacht."
Die Mitglieder ließen sich vom Feiern trotzdem nicht abhalten - gab es halt keine Ansprache vom Zimmermann. Einen Richtkranz hatten die Mitglieder trotzdem traditionsgemäß auf dem Dachstuhl angebracht. Wild tanzten seine bunte Bänder im Wind. Mit Fassbier stießen die Skipper und ihre Familien auf die neue Halle an, gegen den Hunger gab es Gulaschsuppe. Auch eine Hallentaufe wurde zelebriert. Mit einer Flasche Korn und Richtspruch weihte Günter Renzelmann das neue Winterlager ein.
In ihren Ausmaßen wird die Halle der alten gleichen, meinte der Vorsitzende. Schon wegen der Kosten. "Die Halle wird auf dem alten Fundament gebaut. Dadurch halten wir die Kosten für den Verein niedriger." Der einzige Unterschied zu früher sei der Clubraum. "Der hat vor dem Brand außen an das Winterlager angegrenzt. Jetzt wird er nach innen verlegt und mit in die Halle integriert." Aus diesem Grund könne das neue Winterlager auch vier bis fünf Schiffe weniger aufnehmen als früher. Insgesamt würden dann 35 Schiffe hineinpassen.
"Die Stimmung im Verein ist gut", erklärte Renzelmann. Zwei Drittel der etwa 45 aktiven Mitglieder hätten sich schon wieder ein Schiff gekauft, darunter auch ältere Vereinskollegen. Andere Mitglieder würden noch suchen. Nun steht vor allem Arbeit an. "Die Bootswagen müssen teilweise neu oder umgebaut werden." Ende Oktober müssen die Steganlagen aus dem Wasser geholt werden. Bis dahin müssen auch die Schiffe im Winterlager sein. Doch dem dürfte, zumindest von den Maßnahmen an der Halle her, zeitlich eigentlich nichts im Wege stehen. In einem nächsten Schritt werden die Seitenwände und das Dach gesetzt. Danach kommen die Elektriker an die Reihe und verlegen die notwendige Elektrik. Spätestens in vier Wochen, so rechnet Renzelmann, können die Skipper mit dem Einlagern ihrer Schiffe beginnen. In der nächsten Saison soll das neue Winterlager dann auch größer gefeiert werden. "Dann gibt es eine richtige Einweihungsfeier mit Gästen", kündigte der Vorsitzende an.


Schatzmeister Herbert Kunkel und der Vorsitzende Günter Renzelmann vom Wassersportverein Luv sehen der Zukunft des Vereins optimistisch entgegen. AM.FOTOS: MIRSCH

Das Gerüst der Halle steht. In wenigen Wochen soll die Halle komplett fertig sein. Dann können die Mitglieder mit dem Einlagern der Schiffe beginnen. AM

Das BLV Wochenzeitung vom 21.06.2006:
"Phoenix" ist der Neubeginn - Wassersportverein "Luv" nahm Spende vom WVWO entgegen

Grohn - Nachdem der Wassersportverein Luv im November 2005 nach einem Großbrand fast alle Motor- und Segelboote verloren hat, erscheint der Name "Phoenix" für das erste neue Boot, das vor kurzem getauft wurde, mehr als passend. Bereits wenige Wochen nach der Katastrophe schenkte der Wassersportverein Woltmershausen {WVWO) den zu Schaden gekommenen Freunden ein Boot, das jetzt an dem zweiten Standort des Vereins, in Grohn, seinen offiziellen Namen erhielt.
Wie Phönix aus der Asche soll es der Jugend ein weiteres Training ermöglichen. Für den Spenderverein sprach Helmut Obst: "Wir wollen mit diesem Boot für die Jugend ein Zeichen setzen und unserer Hoffnung Ausdruck geben, daß ein Neuanfang immer möglich ist, wenn man den Mut dazu hat."
Luv-Vereinsvorsitzender Günter Renzelmann dankte im Namen seiner Mitglieder noch einmal dem WVWO. Dann war die Jugend bei der Taufe am Zug. Dabei landete der Sekt im Boot, statt im Außenbereich des Täuflings. Der wichtige Spruch, daß man dem Boot immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel wünscht, durfte nicht fehlen.
Die Organisation Wassersportverein Luv, im Jahr 1924 gegründet, hat zur Zeit 60 Mitglieder, von denen 40 ein Boot besitzen. Bis auf wenige Vereinsmitglieder, die nach dem Brand diesen Sport aufgegeben haben, sind die Meisten bereits wieder im Besitz eines neuen Bootes. Auch das vernichtete Vereinshaus und Winterlager in Wasserhorst sehen einem Wiederaufbau zielstrebig entgegen, berichtete Renzelmann. KZI


Mit der "Phönix", einem Geschenk des Wassersportvereins Woltmershausen, bekommt der Verein "Luv" ein neues
Boot. Foto KZI


Das BLV Wochenzeitung vom 12.04.2006:
"Luv" startet durch

Grambke - Wie geht es weiter bei dem im November total abgebrannten Wassersportverein Luv aus Bremen? Kollaps oder Neubeginn?-
Nach dem katastrophalen Brand, dessen Verursacher noch nicht gefasst wurde und bei dem alle Mitglieder ihre Boote verloren hatten, war eine Zeit lang nicht abzusehen, wie sich die Zukunft entwickeln würde. Die im Verein verbliebenen Mitglieder wollen um jeden Preis weitermachen. Nicht zUletzt durch die erst kürzlich erstellte Internetseite hatte der Verein eine virtuelle Plattform, die er auch als Sprachrohr nach außen zu nutzen wusste.
Kürzlich trafen sich die Luver zu ihrer Jahreshauptversammlung, dankbar darüber, daß die Sportfreunde von "Munte II" ihnen wieder einmal gastfreundliches Asyl in ihrem Vereinsheim gewährten. Das Vorstandsteam um Günter Renzelmann hatte eine gewaltige Menge an Arbeit zu bewältigen, und so war es kein Wunder, dass es auch in Gänze von der Versammlung entlastet und wiedergewählt wurde. Der Vorstand wurde um einen Posten erweitert, denn Claus Beese wurde zum Webmaster für den Verein bestellt. ErfreUlich war, dass von den Mitgliedern bereits mehr als zehn Boote neu angeschafft worden sind.
Mit großer Freude wurde eine Spende des Verein Wassersport Lesum e. V angenommen, die ein Vereinsfreund zu Beginn der Versammlung dem Vorstand überreichte. Der Betrag wird zusammen mit den anderen Spenden den schwierigen Neustart ein wenig erleichtern. Sorgen macht der als sicher anzunehmende Bodenaustausch des stellenweise mit Diesel verunreinigten Bodens. Der Umfang und die Kosten für diese Arbeiten stehen noch nicht fest. CB

Die Norddeutsche vom 25.03.2006:
Nach dem Abriss Aufbruchstimmung
Die meisten Mitglieder des WSP LUV haben wieder neue Boote

Von unserer Mitarbeiterin Anke Mirsch
BREMEN-NORD. Nach dem Brand im November letzten Jahres war dem Wassersportverein "Luv" quasi die Lebensgrundlage entzogen worden. Beim Brand des Winterlagers in Burg-Grambke fielen den Flammen 40 Schiffe, die Halle und das Vereinsheim zum Opfer. Das Gelände wurde inzwischen vollständig abgerissen und geräumt. Nun ist wieder so etwas wie Aufbruchstimmung zu spüren. Uber 20 Mitglieder haben sich ein neues Boot zugelegt. Zu ihnen gehören Uwe Segger und Eleonore Mehring. "Scout" heißt ihre neue Motorjacht, mit der das Paar aus Farge wieder in See stechen will. Seit 13 Jahren sind die beiden Mitglied im Wassersportverein Luv und haben mit den Vereinskameraden so manche Schiffstour unternommen. Das wollen sie nicht mehr missen. Doch bis sie erneut auf dem Wasser rumschippern können, wird es noch eine Weile dauern. "Die Scout liegt noch im Winterlager in Brandenburg", sagt Uwe Segger, Stegwart im Verein.




Eleonore Mehring und Uwe Segger mit altem und neuem Schiff. Foto Mirsch



Ende April soll das Boot in den Grohner Yachthafen überführt werden. Dann warten die zwei nur noch darauf, "dass es wärmer wird" und sie endlich die Leinen los machen können. "Das ist wie Urlaub", schwärmt Uwe Segger. Bis dahin muss das Paar mit einem Foto von der Neuanschaffung vorlieb nehmen. Vollständig ersetzen wird es das alte Boot wohl nie. "Da haften viele Erinnerungen dran", seufzt Eleonore Mehring. "Die sind jetzt verbrannt."
Günter Renzelmann, Vorsitzender des Vereins, und seine Frau haben zwar "das richtige Stück" noch nicht gefunden. Irgendwann wollen sie aber wieder als Skipper unterwegs sein. "Wenn sie 40 Jahre lang Wassersport betrieben haben, was wollen sie denn machen?! Dann sehen sie zu, dass sie wieder eins kriegen", begründet Renzelmann die Bootssuche. Von den insgesamt 35 Mitgliedern, die dem Verein trotz Brand und Schaden treu geblieben sind, weiß der Vorsitzende nur von "zwei oder drei, die sich aus Alters- und Gesundheitsgründen kein neues Schiff besorgen wollen ". Eine Entwicklung, die insgesamt "positiv für den Verein" sei. Gute Stimmung herrscht auch in punkto Winterlager. Das Sachverständigenverfahren ist abgeschlossen. "Jetzt geht es darum, Kostenvoranschläge einzuholen." Die ersten Kontakte zu entsprechenden Bauunternehmen seien bereits geknüpft worden. Nach Aussage eines Unternehmens könne innerhalb von sechs bis acht Wochen eine neue Halle hochgezogen werden. " Wenn alles klappt und das Bauamt mitspielt, dann haben wir im Herbst ein neues Winterlager", hofft der Vorsitzende.
Einziger Wermutstropfen: "Wir haben noch keine Clubräume." Doch für große Vereinstreffen bliebe in diesem Jahr wahrscheinlich eh nicht viel Zeit, glaubt Renzelmann. "Die Mitglieder haben im Sommer erst einmal genug damit zu tun, einen Bootswagen zu bauen." Unter den Tisch fallen lassen will der Verein seinen Neustart aber keinesfalls. Ende Mai, Anfang Juni, wollen sich die Skipper mit ihren neuen Booten an der Stützpunktanlage in Elsfleth treffen. "Da wollen wir eine kleine Tauffeier veranstalten."

Bremer Anzeiger vom 08.03.2006:
Wassersportverein regeneriert sich
Vorstand enlastet und wiedergewählt / Aufbau geht voran

Von unserem Mitarbeiter Marcus Lorenczat
LESUM. Wie geht es weiter bei dem im November abgebrannten Wassersportverein Luv? Kollaps oder Neubeginn ? Nach dem katastrophalen Brand, bei dem alle Mitglieder ihre Boote verloren hatten, war eine Zeit lang nicht abzusehen, wie sich die Zukunft entwickeln würde.
Am 26. Februar trafen sich die "Luver" zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung, dankbar darüber, dass die Sportfreunde von "Munte II", ihnen Asyl in ihrem Vereinsheim gewährten. Das gut eingespielte Vorstandsteam um Günter Renzelmann hatte eine gewaltige Menge an Arbeit zu bewältigen, und so war es kein Wunder, dass es auch von der Versammlung entlastet und wiedergewählt wurde. Kaum im Amt bestätigt, wurden auch sofort Pläne entwickelt, die den Fortbestand des Vereins und seiner drei Standorte an der Lesum sichern sollen. Der Vorstand wurde um einen Posten erweitert - Sportfreund Claus Beese wurde zum Webmaster für den Verein bestellt. Erfreulich ist, dass von den Mitgliedern bereits mehr als zehn Boote neu angeschafft wurden. Noch erfreulicher, dass ein Gastlieger, der zusammen mit Luv in der Halle abbrannte, zum Verein hielt und mit seinem neuen Boot als aktives Mitglied beim Neuaufbau unterstützen wird. Zwei weitere Wassersportfreunde, die dem Verein schon lange verbunden sind, traten als aktive Mitglieder ohne Boot ein. So werden Horst Mohr sowie Heide und Georg Bothe das geschrumpfte Mitgliederkontingent zukünftig stärken.
Mit großer Freude wurde eine Spende des Vereins Wassersport Lesum angenommen, die ein Vereinsfreund zu Beginn der Versammlung dem Vorstand überreichte. Der Betrag wird zusammen mit den anderen Spenden den schwierigen Neustart ein wenig erleichtern.

So wurde inzwischen auch ein gebrauchter Trecker gekauft, um dessen schnelle Instandsetzung sich Rudi Dix kümmert. Es wird ein Wettlauf mit der Zeit, denn bereits am 25. März wird dieser bei den Arbeitsdiensten an den Stegen benÖtigt. Sorgen macht der als sicher anzunehmende Bodenaustausch des stellenweise mit Diesel verunreinigten Untergrunds. Der Umfang und die Kosten für diese Arbeiten stehen noch nicht fest, müssen aber wohl als beträchtlich angesehen werden.
Eine Arbeitsgruppe soll die Versorgung der Anlage in Lesumbrok mit Strom und Wasser vorantreiben. Dort wird zwar im Moment noch an der Straßenkanalisation gearbeitet, in diesem Jahr sollen aber die neuen Versorgungsanschlüsse in jedem Fall erstellt werden, so Beese. Spätestens zur nächsten Saison soll die Versorgung über eigene Anschlüsse auf dem Grundstück an der Lesumbroker Landstraße erfolgen.
Noch einmal kam die große Solidarität zur Sprache, die der Verein in seiner schlimmen Stunde erfuhr. Vereine, Firmen, einzelne Personen, sogar selbst betroffene Mitglieder versuchten durch Spenden, Bereitstellung von Arbeitskraft und Material sowie Zurverfügungstellung von Vereinsheimen den geschädigten Sportfreunden das Gefühl zu geben, dass sie nicht allein stünden.




Eine Menge Arbeit hat der gesamte Vorstand geleistet. Kassenwart Herbert
Kunkel, 1. Vorsitzender Günther Renzelmann, 2. Vorsitzender Gerald
Brüning und Schriftführerin Susanne Brüning (v.I.) wurden von den
Mitgliedern entlastet und wieder gewählt. Foto: Beese



Yacht 2/06 : Verbrannte Träume




Über 80 Jahre existiert der Bremer Verein Luv. Vier Stunden nur braucht es, ihn zu zerstören.
Ein Feuer vernichtet Clubhaus, Halle und alle 40 Schiffe


Noch Tage danach liegt beißender Geruch über dem Tatort. Das meiste ist bis zur Unkenntlichkeit verschmolzen, verkohlt, verbrannt. Ein unförmiges Ensemble in stinkendem Schwarzgrau. Nur an manchen Exponaten dieser makabren Schau lässt sich noch vage erkennen, dass sie einmal Yachten waren. Bei denen aus GFK ist es unmöglich zu sagen, wo das eine anfing und das andere aufhörte. Wo einmal eine Pantry war, liegt lediglich verbogenes Besteck, von einstigen Maschinenräumen blieb nicht mehr als ein verrußter Motorblock, die vormalige Funktion vieler Werkzeugüberbleibsel ist kaum zu ahnen. Irgendwo in den Trümmern zwischen den gut drei Meter hohen Stahlgerippen, die einmal das Dach hielten, findet sich Wie durch ein Wunder ein unversehrter Sektkorken. Er war bei der Taufe der "Marie Blanche" 1996 in der Bilge deponiert worden - als Glücksbringer.
In der Nacht auf den 11. November hat ein Brand im Winterlager die Halle zerstört, das Clubhaus vernichtet und alle 40 Yachten des Clubs. Der Bremer Wassersportverein Luv, gegründet 1924, existiert nur noch auf dem Papier. Drei Millionen Euro Schaden, taxiert die Polizei. Sie geht von Brandstiftung aus. Die Luv-Mitglieder haben freilich viel mehr verloren als Sachwerte: ihre Lebensträume. Manche selbst entworfen, viele selbst gebaut. Die Schiffe waren ihr Zuhause im Sommer, ihr Bastelraum und Treffpunkt im Winter. Luv war ein intakter Verein. Rudolf Dix riecht das Feuer, lange bevor er es sieht. Aufgeschreckt vom Anruf eines anderen Vereinsmitglieds, eilt er um ein Uhr nachts zu Fuß zum Winterlager. Als er ankommt, erblickt der 74-Jährige nur Flammen, sie reichen bis hoch an die Wipfel der Bäume. "Das war so schlimm, das kann man sich gar nicht vorstellen", sagt er. "Ich bin schnell wieder abgehauen, da mochte ich nicht mehr hingucken." Bei dem Gedanken daran schimmern seine hellblauen Augen feucht unter der Krempe des Elbseglers. Zwar reguliert die Versicherung den finanziellen Verlust unbürokratisch - "aber was ich da reingesteckt hab', das krieg' ich nie wieder raus", sagt Dix. "Am Schiff hab' ich immer alles se1ber gemacht. Das Schlimme ist: Diesen Winter brauchten wir kaum etwas zu reparieren, deshalb ist alle Ausrüstung an Bord geblieben."
Seine 8,20 Meter lange Wibo "Samoa 4" hat der gelernte Elektriker vor 22 Jahren gekauft, dann nach und nach ausgebaut und schließlich jeden Sommer lange Törns damit unternommen. "Letzten Sommer sind wir noch den Götakanal rauf', sagt er. Dann stockt seine Stimme. In der anbrechenden Abenddämmerung lugt aus all dem Schrott das auf dem Kopf stehende, vom Löschwasser rostrote Heck seiner "Samoa 4" hervor.



Rudolf Dix vor dem ausgebrannten Stahlrumpf seiner Wibo ..Samoa 4". Über 22 Jahre ist er mit ihr über die Ostsee gesegelt.




So wie Rudolf Dix geht es vielen. Die Luv-Mitglieder bezeichnen ihren Club als "Arbeiterverein", weil "alle ganz viel selbst gemacht" haben, wie Günter Renzelmann erzählt. Der 60-jährige mit den kräftigen Händen und dem direkten Blick ist technischer Angestellter bei Mercedes und seit sechs Jahren Erster Vorsitzender. "Bei uns im Verein hilft jeder jedem. Der eine kann tischlern, der nächste Leitungen verlegen, der andere über Kopf schweißen. Fritz Wahls, die gute Seele von Luv, fuhr mit dem Moped so zuverlässig zum Clubhaus wie andere zur Arbeit. Er hat die Stege überholt und die ganzen Holzarbeiten im Clubhaus gemacht. Deshalb hieß es bei uns auch "Fidi's Inn" . Davon ist so viel geblieben wie vom Schiff des Chefs: nichts. Auch wer einfach nur ein bisschen plaudern wollte, traf sich beim zweiwöchentlichen Klönabend im Vereinshaus. "Wir haben es auch an Freunde der Mitglieder verliehen", sagt Renzelmann. "Am 11. November wollte ein junges Paar dort Hochzeit feiern. Sie hatten schon alles vorbereitet: die Tische gedeckt, die Musikanlage aufgestellt und den Raum geschmückt. Es war alles fertig. Als die Braut dann an dem Morgen erfuhr, dass all das abgebrannt ist, fiel sie in Ohnmacht."



Wir machen weiter. Was sonst? Wenn man über 40 Jahre dabei ist,
kann man nicht einfach aufhören!

Gerald Brüning traf der Schock besonders hart. Seinen 9,60 Meter langen Wattenkreuzer "Chamall" hat der gelernte Schiffbauer selbst entworfen und innerhalb von drei Jahren fertig gestellt. Fast 20 Jahre ist der 46-Jährige mit ihm gesegelt. An jenem schwarzen Freitag erfuhr er nicht nur, dass sein Boot abgebrannt war. "Ich bekam den freudigen Anruf, dass ich mit der 'Chamall' den ersten Preis bei der Weser-Herbst-Regatta gewonnen hatte. Den hab' ich aber nicht abgeholt." Jetzt ist nur noch der ausgebrannte Stahlrumpf übrig - darin finden sich die Reste vom Herd, zwei Fahrradreifen, ein verbeulter Topf und die Ankerkette. Über den Wrackteilen liegt ein schmieriger Film aus Ruß. Gerald Brüning, der so zupackend und athletisch wirkt, verzieht traurig den Mund. "Ich hatte eine dicke Mappe über die gesamte Konstruktion und den Bau der ,Chamall'. Die war leider an Bord." Als Zweiter Vorsitzender ist der Schlosser seit dem Feuer im Dauerstress. Mit Günter Renzelmann muss er sich um die organisatorischen Fragen kümmern. Wer zahlt die Entsorgung der einzelnen Schiffswracks, der Eigner oder die Versicherung? Die Policen sind unterschiedlich. Hinzu kommt: Die Wrackteile lassen sich kaum noch trennen. Wer kann bei den Resten der Kunststoffboote noch sagen, was zu welchem gehörte? Die Identifizierung ist umso schwieriger, als die Feuerwehr für die Löscharbeiten die Überreste der Halle und der Boote mit Baggern verschieben musste.
Weitere Fragen: Wer zahlt die Entsorgung der Halle? Ein paar Seitenbleche und verbogene Träger stehen noch da. Wenn der Schrott weg ist, wird die Umweltbehörde Bodenproben nehmen. Ob ein Teil der Erde ausgetauscht werden muss, wird sich erst danach herausstellen und auch, auf welcher Fläche und in welcher Tiefe. Und irgendwann, wenn der Hallenboden besenrein ist, wird sich zeigen, ob die Statik der Betonplatte überhaupt noch stimmt.
Inmitten der ganzen Katastrophe sieht Gerald Brüning immerhin einen Lichtblick: "Diese Geschichte hat den Verein noch mehr zusammengeschweißt", sagt er. "Da merkt man doch, dass nicht alle egoistisch sind. Wir bekommen viel Unterstützung von den Mitgliedern, da kÖnnen wir jeden ansprechen." Sein Vorsitzender Renzelmann bestätigt: "In der Not halten die Menschen zusammen. Wir stehen das jetzt gemeinsam durch."



Von dem Wattenkreuzer "Chamall" ist nur noch der Stahlrumpf übrig - und der verkohlte Werkzeugkoffer. Gerald und Susanne Brüning bleiben bloß die Erinnerungen.



Aufmunternde Worte von allen Seiten hat auch Claus Beese erhalten. Der 50-Jährige ist Kundenberater und verantwortlich für den jungen Internetauftritt des Vereins (www.luv-bremen.de). "Die Seite gibt es erst seit April. Damals wollte ich 2005 gern über 1000 Besucher haben, die unsere Adresse anklicken", sagt er und seufzt. "Wegen des Feuers sind es jetzt schon mehr als 5000." Luv kommt die virtuelle Plattform in seiner Notsituation enorm zugute. Wassersportler aus ganz Deutschland haben E-Mails mit Beileidsbekundungen und Hilfsangeboten geschrieben. Andere Clubs aus der Umgebung boten spontan ihre Unterstützung an indem sie beispielsweise die "Luver" einluden, in ihrem Vereinshaus die nächsten Sitzungen abzuhalten. Ein reger Austausch um Fragen zur Versicherung entstand, der in verschiedene Foren weitergetragen wurde. Für Claus Beese ist das schön und grausam zugleich. "Wir freuen uns natürlich über die vielen Kondolenzschreiben und sind sehr dankbar für die angebotene Hilfe. Aber als ich am 11. November die Fotos unserer brennenden Boote ins Netz gestellt habe und schrieb, was passiert ist, musste ich einige Male heftig schlucken."
Antje Wischhusen, 34, will weder die Fotos von den Yachten noch die Brandruine mehr sehen. "Hier komm' ich nie wieder her, das halte ich nicht mehr aus", sagt sie. Mit ihrem Mann Udo und Sohn Ole segelte sie auf der Mistral 33 "Marie Blanche". Die gehörte früher ihrem Vater. "Das Schiff war sein absoluter Traum", sagt sie. " Wir haben ihn vor neun Jahren übernommen." Udo Wischhusen, ist groß und blond und gehört für die Älteren mit seinen 46 Jahren zu den Jungen im Verein. Über 300 Arbeitsstunden hat der Mechaniker in seine 10,80 Meter lange Yacht gesteckt, "allein in das Teakdeck". Im vergangenen Jahr gab es neue Segel und neue Polster. Doch was wirklich schmerzt, ist der Verlust dessen, was nicht ersetzt Werden kann. Das Ehepaar war stolz auf das individuelle Schiff, sie hatten es mit Lust an der Arbeit und Liebe zum Detail perfekt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten. "Es war etwas ganz Besonderes, das Boot hatte Leben", sagt Antje Wiscchhusen. Die Fotos von der Schiffstaufe 1996 zeigen Sommerfarben, flatternde Fähnchen und fröhliche Gesichter. Trotzdem will Familie Wischhusen weitermachen, sich langfristig ern neues Boot anschaffen und mit dem neunjährigen Sohn Ole auf der Ostsee segeln. "Wenn endlich die Platte freigeräumt ist, dann können wir die Ärmel hochkrempeln und wieder was aufbauen", sagt Antje Wischhusen energisch.



Antje und Udo Wischhusen stehen mit Sohn Ole vor den Trümmern ihrer Mistral 33 "Marie Blanche".


Aber: Geht das? Halle, Vereinshaus, Schiffe - alles neu? Es würde Jahre dauern. Und ob genügend Geld da ist, wird sich erst noch zeigen. Bei einigen deckt die Versicherungssumme nicht den Wert, den ihr Schiff hatte. Außerdem: Viele Mitglieder im Verein sind Rentner, so mancher fängt nicht noch einmal neu mit dem Segeln an. Klaus Timme zum Beispiel. Sein Alter von 71 Jahren ist für ihn zwar kein Grund, nicht mehr hinauszufahren. Schließlich war er gerade mal "elf Monate alt, als ich das erste Mal mit meinen Eltern gesegelt bin. Mein Vater war auch schon hier im Verein." Aber nun ist Schluss mit dem Segeln, obwohl es "ein, zwei Jahre mindestens noch gehen würde". Spricht's und lacht spitzbübisch. "Meine ,Klabautermann' hätte ich danach zum Motorboot umrüsten können - jetzt habe ich mir allerdings gleich eines gekauft." Freunde hatten dem Rentner sogar vorgeschlagen, sich stattdessen einen Wohnwagen zuzulegen. Das sei doch auch schön zum Verreisen. "Ich mit 'nem Wohnmobil?", sagt Timme kopfschüttelnd. "Und dann stehe ich da am Kanal und winke den Schiffen hinterher? Nee. Ohne Wasser geht das nicht." Seine Freunde sehen das genauso und improvisieren für ihren Sommertörn. Priorität hat aber erst einmal der Wiederaufbau. "Spaß macht das jetzt natürlich nicht. Aber was sollen wir denn sonst machen?", fragt Vereinsboss Günter Renzelmann. Er macht eine Pause und blickt ins Leere. "Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Aber ich kann doch jetzt nicht sagen: Ich mag nicht mehr. Wenn man über 40 Jahre dabei ist, kann man doch nicht einfach aufhören."
Heide Fuhljahn